Lehmputz

Lehmputze sind mineralische Baumaterialien. Ökologisch sinnvoll und seit jeher bewährt. Natürlich, nachhaltig und schön. Lehm ist Farbe und Putz zugleich. Je nach Eisenoxyd- oder Mineralgehalt erhält er seine Färbung. Je nach Gegend wo er oberflächig abgebaut wird, besitzt Lehm seine für den jeweiligen Ort typische Färbung. Das bedeutet das je nach Farbton, der Lehm von unterschiedlichen Gegenden oder Länder kommt. Dies gilt für Lehmedelputze. Auf dem Markt sind aber auch Finishlehmputze erhältlich die mit Pigmenten eingefärbt werden. Oft wird Cellulose beigemischt. Auch in Lehmputz unerfahrene Verarbeiter erreichen so, ohne weitere Wasch- oder Glättdurchgänge, eine wischfeste Oberfläche. Hier sollte man bei der Materialwahl darauf achten, dass es sich noch um Lehmputz handelt und nicht bereits um Kleisterputz. Gewisse Finishmöglichkeiten fallen dann ganz weg, weil sich solche Putze nicht mehr wie Lehm verhalten. Immer mehr werden Lehmfinishputze direkt auf den bestehenden Untergrund aufgezogen. Das ist nicht falsch, oft einfach zu dünnschichtig. Hier kommt das für Lehmputz typische Saugverhalten und Speichervermögen zu wenig zum Zug, dass man von positiver Raumklimaveränderung sprechen kann. Ausser das gewünschte Ergebinis soll rein dekorativer Art sein. Alternativ würde in diesem Fall auch Lehmfarbe reichen. Ab einer bestimmten Schichtdicke aufgezogen, reguliert Lehm massgebend das Klima eines Raumes. Mit einem  Aufbau von ca. 5-7 mm Lehmgrundputz und ca. 3-4 mm Finish- oder Deckputz wird dies bereits bestens erreicht. Wenn die teilweise längeren Trocknungszeiten bei dickeren Lehmgrundputzschichten zum Thema werden, helfen Lehmtrockenbauplatten, auf welchen man direkt nach der Montage mit den Finishlagen beginnen kann. Je mehr Lehm im Raum, desto eindrücklicher das Ergebniss. Überschüssige Luftfeuchtigkeit wird begiehrig vom Lehm aufgesaugt und bei zu trockener Luft dem Raum wieder abgegeben. Selbst alltägliche Gerüche die sich in Wohnräumen bilden, werden weitgehend gefiltert und neutralisiert. Wichtig zu erwähnen ist, die ab Schichtdicken von wenigen cm, bemerkenswerte Abschirmung von elektrischer Strahlung, (Elektrosmog). Die positive Einwirkung auf Haut und Atemwege bei Allergiker und Asthmatiker ist erwiesen. Nebst all dem wirkt eine Lehmoberfläche beruhigend, wohltuend und entspannend.

Lehm war Stein, Fels und Gebirge. Er besteht aus verschiedensten Mineralien, Sedimentsanden, Steinmehlen und Tonerde. (Kein Humus) Lehmedelputze enthalten keine Verschnittstoffe wie zum z.B. Gips, Zement, oder künstliche Leime. Als Spezialist auf diesem Gebiet, biete ich eine Auswahl an verschiedenen Finishbearbeitungen. Sorgfältig und gekonnt verarbeitet, fällt Lehm durch unterschiedliche Oberflächenfinishe auf. Das sogenannte Abmehlen der Oberfläche kann mit passenden Finishtechniken verhindert werden. Und dies ohne Zugabe von zusätzlichem Leim. Fein oder grob, matt oder schimmernd glänzend.

Unter Beimischung von natürlichen Zuschlagstoffen wie trockene Pflanzenfasern, Perlmutsand, Glasperlen oder verschiedenen Sanden, Glimmer, Muscheln etc., fasziniert eine Oberflächengestaltung mit diesem Material jedes mal von Neuem. Lehmputze eignen sich je nach Verarbeitung beinahe für den gesamten Wohn- oder Arbeitsbereich. An nicht exponierten Flächen, auch im Aussenbereich. Für Liebhaber dieses Materials, biete ich auch aus Lehmmischungen, fugenlos gespachtelte Bodenbeläge an. Die Atmosphäre, welche Lehm Oberflächen vermitteln, werden von Kunden mit geborgener Gemütlichkeit, Erdung, Ruhe und Erholung beschrieben. Lehm war, ist und bleibt einer der vielseitigsten und faszinierendsten Baustoffe überhaupt. Oekologisch sinnvoll, nachhaltig und schön.

 

Nachfolgend Beispiele meiner Arbeiten:

 

lehm
lehm-wand-essraum
lehmputz-ganes-haus2
lehmdecke
lehmawende-gartenterasse
lehmwaende-eingang
lehmwaende-und-lehmdecke-wohnzimmer
lehmwaende-und-lehmdecke
lehmwand-badezimmer
lehmwand-dachgeschoss